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Energy Camp Weinidylle

Das Energy‐Camp – Ein erlebnisorientiertes Naturparkangebot im südburgenländischen Naturpark in der Weinidylle

Link: http://www.energy-camp.at

… die Idee dahinter:

Am Energy Camp erleben Sie Freiheit, Spass und einen unkomplizierten Zugang zum Thema Erneuerbare Energien!

Dabei erleben und lösen Sie folgende Fragen:

-) Womit lade ich mein Handy „ohne Steckdose“ auf?
-) Schaffe ich es alle Energie die ich brauche selbst „zu erzeugen“?
-) Wie fühlt es sich an, sich eine eigene kleine, unabhängige Stadt (Camp) zu bauen und darin zu leben?
-) Worauf kommt es an, damit das gut funktioniert?

Handlungsorientierung / Dinge selbst (und real) zu erleben und die Erlebnisse zu Erfahrungen reifen zu lassen, ist das Herz des Konzeptes der Energy Camps. Kooperation und gemeinsames Erleben helfen bei der Findung von Problemlösungsstrategien.

„Erkläre es mir und ich werde es vergessen. Zeige es mir und ich werde mich erinnern. Lass es mich selber tun und ich werde es verstehen.“ wird Konfuzius zugeschrieben.

Projektinfo:

Die Universität für Bodenkultur hat im Rahmen des von der EU geförderten CENTRAL EUROPE Forschungsprogramms im Projekt „Listen to the Voice of Villages“ (www.listentothevoiceofvillages.org), unter Einbeziehung lokaler Akteure (Tourismus, Regionalentwicklung, Politik, Privatwirtschaft, Bildung) aus der Region Güssing (Burgenland) und basierend auf aktuellen Entwicklungen in der Region, ein dreistufiges Konzept (VISIONe – Vital Solar Innovation energy) zur Förderung der Bewusstseinsbildung hinsichtlich der Verwendung von erneuerbaren Energien entwickelt. Dieses soll vor allem eines vermitteln:

Erneuerbare Energien machen Spaß und lassen Kreativität und Entdeckergeist zu!

Durch die Entwicklung von neuen touristischen Angeboten, die sich der Bedeutung von erneuerbaren Energien durch Spaß, Bewegung und Erlebnisorientierung nähern entsteht eine neue Nische am Tourismussektor, der erlebnisorientierte Energietourismus. Er integriert sich in die langjährigen Erfahrungen und Pionierleistungen der Region im Einsatz erneuerbarer Energieträger. Der Schwerpunkt liegt hierbei bei Kindern und Jugendlichen, doch auch für Familien und Erwachsene soll es zusätzliche, attraktive Angebote geben. Kernpunkt des VISIONe Konzeptes ist die Entwicklung des Energy-Camps, das es 2011 erstmals in einer Testphase am Markt gibt und im Rahmen einer LEADER-Förderung (siehe: www.suedburgenlandplus.at) im Naturpark in der Weinidylle umgesetzt werden kann.

Wo?

Das Energy-Camp ist bewusst in einer Region situiert, die sich dem Einsatz von erneuerbaren Energiequellen verschrieben hat und die anstrebt, in einigen Jahren energieautark agieren zu können. Verschiedene Anlagen wie Biogasanlagen, Sonnenkollektoren oder Photovoltaikanlagen machen den Einsatz von erneuerbaren Energiequellen sichtbar. Die Camp TeilnehmerInnen können dadurch auch in der Praxis nachvollziehen, was „energieautark“ bedeutet und dass erneuerbare Energiequellen sehr wohl eine Alternative zu fossilen Energiequellen darstellen.

Visionsorientierung:

Ein wichtiger Grundsatz für das Energy-Camp ist es, einen positiven, optimistischen Zugang zu gesellschaftlichen Entwicklungen zu ermöglichen. Der Ansatz ist durch eine positive Sichtweise bestimmt, die den Gestaltungsspielraum des Menschen herausstellt. Ausgangsfrage ist daher: Wie wünschen wir uns unsere Zukunft, welche Zukunft ist möglich und wie können wir dies erreichen? Das bedeutet nicht, dass bestehende gesellschaftliche Probleme ausgeklammert werden müssen. In der Auseinandersetzung mit der Vision werden Probleme besonders aber die Chancen der Gegenwart angesprochen.

Im Energy-Camp geht es daher nicht um die Diskussion möglicher Katastrophen als Folge des Klimawandels. Es geht vielmehr um die Vermittlung und das Ausprobieren einer Vision, wie erneuerbare Energiequellen im eigenen Alltag eingesetzt werden könnten. Gemeinsam lässt sich so eine gemeinsame Vision etwa zur „Energieversorgung im Jahr 2050“ entwickeln. Je nach Interesse der Gruppe ist hier die Abhaltung einer Zukunftswerkstatt, die Aufführung eines Theaterstücks, die Herstellung eines Video-Clips, eine Reportage für die Zeitung oder die Gestaltung einer Ausstellung möglich.

Programm:

Übernachtet wird in Solarzelten, deren Solarpaneele am Dach Sonnenenergie sammeln, die am Abend für die Beleuchtung des Camps sorgt. Die am Abend zuvor in Stellung gebrachten Solarkocher erwärmen das Wasser für das Frühstück. Das Essen wird ebenfalls am Solarkocher zubereitet und der Solarboiler sorgt für warmes Wasser zum Abwaschen. Um Strom für die musikalische Unterhaltung am Abend zu haben, muss am Energiefahrrad, das bspw. den CD-Player betreibt, kräftig in die Pedale getreten werden. Mit dem Solarrucksack wird untertags der Strom für das Handy, den Laptop und die Videokamera gesammelt.

Bereits der Aufbau der Zelte und die Planung & Gestaltung der benötigten Camp-Infrastruktur sind feste Bestandteile der Angebote. Jeweils Teilgruppen sind mit verschiedenen Schwerpunkten beschäftigt. Energiekonzept für das Camp erstellen, Kochinfrastruktur einrichten, für die abendliche Unterhaltung sorgen (Beleuchtung, Musik, Programm …), Nahrung von umliegenden Biobauernhöfen im Ab-Hof-Verkauf organisieren usw.

Mit der solarbetriebenen Videokamera wird das Leben im Energy-Camp dokumentiert, Abends aufbereitet und kann nach Präsentation im Camp entweder täglich (live!), oder nach Beendigung des 1-, 3- oder 5-Tagesangebots von den TeilnehmerInnen selbst auf den Energy-Camp WebBlog gestellt werden. Die so kreierten Erlebnisberichte wandern direkt ins Internet und sind über die Website frei zugängig. Somit können auch die daheim Gebliebenen am Erlebnis Energy-Camp teilhaben.

Das e-bike soll untere anderen dazu dienen um die Verpflegung von umliegenden Höfen oder Märkten ins Camp zu bringen. E-housing, e-cooking, e-cleaning, e-entertainment, e-media, usw. sind nur ein Auszug aus den bereits konzipierten und schon in der Pilotphase zur Verwendung kommenden Anwendungen. Die TeilnehmerInnen bestimmen selbst wer, was, wann und vor allem wie machen soll und werden so spielerisch auf das Thema Energie sensibilisiert.

Energy Camp Gruppen:

E-cooking, umfasst die Zubereitung von warmen Mahlzeiten mit der Kraft der Sonne oder Biomasse für alle TeilnehmerInnen des EnergyCamps

E-media, umfasst die mediale Begleitung des EnergyCamps durch Filmen, Fotografieren, Zeichnen, Schreiben und Kommunikation der Ergebnisse in der Gruppe und auf der Energy Camp Homepage

E-entertainment, umfasst die Entwicklung eines Programms zur (Abend)Unterhaltung, das zwingend einen Showteil enthält und die anderen TeilnehmerInnen aktiv einbindet

E-nature, mit dem Fahrrad oder per pedes wird in Begleitung eines regionalen Naturführers Landschaft und Natur erlebt sowie Ziele in der Energieregion besucht, u.a. werden die Konsequenzen für die Landnutzung und den Tourismus diskutiert.

E-xperiment, anhand verschiedener Materialien wie Solarplattenbruch, Solarzellen, Multimeter, Solarmotoren und Schiffsschrauben werden Funktionsweise und Einsetzbarkeit von Solarzellen erforscht, geplant und umgesetzt.

Video: